Die Kirchengemeinden Blaubeuren und Weiler

Nikolauskirche in Weiler (Foto: Dr. E. Lehle)

Kommunikation und Miteinander sind wesentliche Bestandteile unserer Kirchengemeinde. Mit diesem offenen Austausch wollen wir dem Evangelium entsprechen. Es geht davon aus, dass Menschen aufeinander zugehen und aneinander anteilnehmen. Wir möchten, dass uns in unseren Überlegungen und Entscheidungen der Geist Jesu leitet. So hoffen wir auf einem Weg zu sein, der es der Gemeinde ermöglicht, einen wesentlichen Beitrag für das öffentliche Leben einzubringen. Wir freuen uns, wenn Sie sich in diesen Austauschprozess einreihen, der sich allen Fragen unseres Lebens, Glaubens und unserer Gesellschaft stellt. Auf unseren Seiten können Sie einen ersten Überblick über unsere Gemeinde erhalten. Wir sind dankbar über Anregungen von Ihnen und danken für Ihren Besuch auf unserer Homepage.

Nach der Reformation im Jahr 1534 durch Herzog Ullrich ist seit 1557 Blaubeuren Sitz des evangelischen Superintendenten, heute des Dekans. Dem Dekanatamt war immer schon ein zweites Pfarramt zugeordnet. Die Stadtkirche St. Peter und Paul von Blaubeuren lässt sich sicher schon seit 1461 nachweisen. Sie beherbergt einen sehr schönen gotischen Chor und drei eindrucksvolle, großflächige Freskos, die St.Martin, eine Schutzmantelmadonna und die Kreuzigungsszene darstellen. Unser Gemeindehaus, das Matthäus-Alber-Haus, ist in der Klosterstr. 12 zu finden. Dort finden die Veranstaltungen der Kirchengemeinde und auch des Kirchenbezirks statt. Eine ganz besondere Kostbarkeit ist die Klosterkirche mit dem Hochaltar im ehemaligen Benediktiner Kloster, das heute das Evangelische Seminar beherbergt. In der Klosterkirche finden über das Sommerhalbjahr Frühgottesdienste und auch weitere Gottesdienste im Jahreslauf statt.

Seit November 2013 wurde die evangelische Kirchengemeinde Weiler mit der aus der Kernstadt von Blaubeuren zusammengelegt. Eine Betreuung von Weiler durch Pfarrer aus Blaubeuren bestand seit der Reformation. Von 1955 bis 2013 übernahm auf Anordnung des Oberkirchenrates allerdings das Pfarramt Schelklingen diese Aufgabe. Auf Grund der fast 60 Jahre währenden Trennung wird es sicherlich einige Jahre dauern, bis sich beide Kirchengemeinden wieder als eine Einheit ansehen werden. Die kleine Nikolauskirche von Weiler, wie sie sich heute zeigt, entstand nach einem Großbrand im Jahr 1851.

Gebäude machen allein keine Gemeinde, vielmehr sind es die Menschen und ihr Wirken. Zusammen ungefähr 2250 Mitglieder zählen unsere beiden evangelischen Kirchengemeinden in Blaubeuren und Weiler. Es ist nicht immer sofort zu sehen, dass sie Alle zusammen das Bild unserer Gemeinde prägen und so ein funktionierendes System geschaffen haben und weiterhin erhalten können. Jeder erfüllt dabei seine Aufgabe: die Pfarrer in der Seelsorge und der kirchlichen Unterrichtung, die Sekretärinnen in der Erledigung der täglichen Schreibarbeit, der Vorbereitung von Sitzungen und der Organisation von Treffen auf der Verwaltungsebene wie etwa der Bezirkssynode, des Kirchengemeinderats, u.a. Die Kirchenpflege kümmert sich um den Haushalt, ohne den kein Gemeindeleben denkbar wäre. Was wäre ein Gottesdienst ohne die Mesnerin? Wie würde ein Gottesdienst ohne die musikalische Gestaltung durch die Kantorin und der von ihr geleiteten Chöre ablaufen? Und der von den Mitgliedern der Kirchengemeinde gewählte Kirchengemeinderat, quasi das Parlament der Kirchengemeinde, und die von ihm eingesetzten sachbezogenen Ausschüsse sorgen dafür, dass Beschlüsse auch von der Gemeinde mitverantwortlich getragen werden können. Und dann sind da noch viele ehrenamtliche Mitglieder, die sich nicht nur in den schon genannten Gremien engagieren, sondern die auch in Arbeitskreisen evangelisches Leben in unserer Kirchengemeinde praktizieren. Und schließlich dürfen wir in dieser Aufzählung nicht die weiteren Mitglieder unserer Kirchengemeinde vergessen. Auch wenn diese selten in den Gottesdiensten zu sehen sind, außer an Weihnachten, Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen, so sind sie doch ein tragender Ast und ein Teil des Fundaments unserer Gemeinde. 

Diese Menschen tragen die Aufgaben, die wir uns gesetzt haben. 

Gottesdienste: Gemeinde Christi ist ohne gottesdienstliches Leben nicht vorstellbar. Die Gemeinde braucht die Sammlung um die Mitte des Evangeliums und der Heiligen Schrift, damit sie der Fülle des Lebens Gottes inne wird und die Erfahrung einer Gründung und Freude macht, die alles Menschliche zu übersteigen vermag. Deshalb sind uns die Gestaltung unserer vielfältigen Gottesdienstformen, Predigtgottesdienst, Familiengottesdienst, Jahrgangsgottesdienst, Abendgottesdienst, Kantatengottesdienst ein sehr wichtiges Anliegen.

Die Kirchenmusik mit Bezirkskantorat ist aus unserer Gemeinde und unserem gottesdienstlichen Leben nicht wegzudenken. Die Kantorei und die Kinderchöre beleben unsere Gemeinde und Gottesdienste. Anspruchsvolle Konzerte begleiten die Gemeinde durch das Kirchenjahr und finden regen Zuspruch. Unsere Posaunenchorarbeit, die wir mit der Gemeinde Gerhausen teilen, ist im Wachsen begriffen und erfreut die Gemeinde durch viele schöne Beiträge zu wechselnden Anlässen. Wir freuen uns über jede und jeden, der in den Chören mitmacht.

Kinder- und Jugendarbeit: Kinder- und Jugendarbeit sind im Aufbau begriffen. Unser evangelischer Kindergarten versteht sich als prägender Teil der Gemeinde. Die Gottesdienste mit den Kindergartenkindern zu Weihnachten und Erntedank erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch das Kirchenjahr hindurch wird in unserem Kindergarten auf religionspädagogische Themen wert gelegt. Kinderbibeltage werden von Kindern gerne besucht und von einem engagierten Helferteam betreut. Wir freuen uns über weitere Helfer und Helferinnen, damit wir die Frequenz der Kinderbibeltage erhöhen und auch wieder Kindergottesdienste parallel zum Hauptgottesdienst einführen können. Konfi3 Arbeit, Konfirmandenunterricht für 3.Klässler der Grundschule, ist seit Jahren fester Bestandteil der Kirchengemeinde und Basis für regelmäßige Familiengottesdienste.

Erwachsenenbildung: Die Erwachsenenbildung der beiden Kirchengemeinden Blaubeuren und Weiler sieht sich als ein öffentliches Forum der Diskussion und Begleitung, damit die verschiedensten theologischen und gesellschaftlichen Fragen ausgetauscht und Menschen in Lebensfragen Gemeinschaft und Unterstützung finden. 

Gemeindedienst: Der Gemeindedienst ist ein wichtiges Bindeglied in unserer Gemeinde. Er umfasst 20 Personen, die sowohl den Gemeindebrief austragen als auch Besuche bei Senioren machen. Auch bei Festen ist der Gemeindedienst ein wichtiges Rückgrat der Gemeinde. Wir freuen uns über jede Person, die zu unserem Gemeindedienst dazu stößt und ihn unterstützt.

Ökumene: Das Herzstück der ökumenischen Arbeit wird vom ökumenischen Arbeitskreis getragen, der jedes Jahr, gemeinsam mit den Partnern der katholischen Kirche, die ökumenische Woche im Oktober vorbereitet. Interessante, aktuelle Themen kommen mit namhaften Referenten zur Sprache. Wir sind uns dessen bewusst, dass eine künftige christliche Identität in der Welt nur in ökumenischer Verbundenheit erreicht werden kann.

Evangelisches Seminar: Die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Seminar verläuft über ganz unterschiedliche Schienen: Über die Seminaristen selbst mit ihren unterschiedlichen Anliegen an die Gemeinde, über Kanzeltausch mit den Kollegen aus dem Seminar, über die Erwachsenenbildung und den Gottesdiensten in der Klosterkirche.