18.05.16

Der Kindergarten am Dodelweg in Blaubeuren feiert seinen 40. Geburtstag

evangelischer Kindergarten am Dodelweg, Blaubeuren

Wer unseren Kindergarten betritt und sich umsieht, wird sofort spüren und erkennen: Da ist Leben drin und er ist schön, sowohl innen in den Gruppenräumen als auch im weitläufigen Gartenbereich. Wenn ich morgens reinkomme, herrscht manchmal ein unglaubliches Gewusel mit Stimmen aus allen Richtungen. Erzieherinnen lotsen „ihre“ Kinder zu ihren Gruppen oder Aktionen, und langsam nimmt das Kindergartenschiff seine gewohnte Alltagsfahrt auf, es wird eine Zeitlang ruhiger. Schön ist es zu sehen, wie manchmal Kinder versunken sich einer Sache widmen oder wie sie ernsthaft Fragen stellen oder Feststellungen formulieren. Der Beruf des Erziehers, der Erzieherin, ist eine besondere Aufgabe: Entwicklungsschritte der Kinder zu begleiten und zu fördern, sehen, was sie können, wo sie Unterstützung und Zuwendung brauchen, wahrnehmen, wo sie Hilfe nötig haben und dies alles mit den Eltern auszutauschen. Kinder schenken Erwachsenen ihr volles Vertrauen und diesem Vertrauen müssen alle an der Erziehung Beteiligten gerecht werden. Eine wichtige Aufgabe im Kindergarten besteht auch darin, in einer Gemeinschaft leben zu lernen, anzubahnen, dass jede und jeder auf den anderen Rücksicht zu nehmen hat.

Als Kirchengemeinde freuen wir uns, dass wir seit 40 Jahren die Verantwortung mittragen dürfen, dass Kinder einen guten Start ins Leben haben. Die vielfältigen Angebote unseres Kindergartens, das Vertrauen, das zwischen Kindern, Erziehern und Eltern herrscht, haben in den vergangenen Jahrzehnten sicherlich auch dazu beigetragen, dass Kinder in ihrer Lebensfreude, ihrem Selbstvertrauen, ihrem Können und auch in ihrem Glaubensvertrauen gestärkt wurden. Darauf zielt die religionspädagogische Aufgabe unseres Kindergartens, dass Kinder wissen und spüren dürfen, dass sie nicht alleine sind, dass neben Papa und Mama auch ein liebender Gott ist, der auf sie aufpasst.

Die Kindergartenarbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr verändert, nicht nur in den vielfältigen Betreuungszeiten. Qualitätsmanagement hat Einzug gehalten, pädagogische und organisatorische Standards wurden formuliert, die umgesetzt werden müssen. Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrungen stellen Erzieherinnen vor neue Aufgaben. Seitdem auch eine Kinderkrippe in den Kindergarten eingebaut wurde, ist ein weiterer pädagogischer Bereich hinzugekommen, der nicht einfach mit dem Kindergartenbetrieb zu vergleichen ist. Eine noch andere Art nonverbaler Aufmerksamkeit ist gefordert, um Kleinkindern gerecht zu werden. All diese Aufgaben verlangen ein hohes Maß an Engagement, Sensibilität, Sorgfalt, Flexibilität und Kraft. Manchmal ist es doch recht anstrengend „mit den Kleinen.“

Deshalb gilt ein besonders herzlicher Dank unserem Erzieherinnenteam unter der Leitung von Frau Susanne Walzer. Umsichtig und couragiert leitet sie schon jahrelang unseren Kindergarten und kennt sich in allen Bereichen, sowohl den pädagogischen als auch den organisatorischen, bestens aus. Herzlichen Dank für diese oft nicht einfache und sehr umfangreiche Aufgabe. Wir haben ein engagiertes Team, das sich ganz für seine Arbeit einsetzt, das Freude an den Kindern hat, sich viel Mühe gibt, den Kindern ansprechend fördernde Angebote zu gestalten und gute Erziehungspartner den Eltern zu sein.

Ebenso gilt ein herzlicher Dank an die Elternschaft und den Elternbeirat mit ihrer Vorsitzenden Frau K. Breithaupt für die vertrauensvolle und engagierte Zusammenarbeit mit dem Team und dem Träger. Viele gute Aktionen und Gottesdienste, wären ohne die freundliche Hilfe der Eltern nicht möglich gewesen.

Jede Einrichtung lebt immer auch noch von wenigen Menschen, die ein besonders Auge und Herz für die Arbeit haben. Hier ist das Hausmeisterehepaar Höhn zu nennen. Marita Höhn und ihr Mann Hugo „Hausmeister im Ehrenamt,“ arbeiten im Kindergarten seit vielen Jahren und pflegen ihn so, wie sie mit ihrem eigenen Eigentum umgehen würden. Dafür können wir gar nicht genug danken! Vielen Dank für alle Sorgfalt und Liebe zu unserem Kindergarten.

Ein Dank gilt auch der Kindergartenfachberatung, Frau I.Eckert, die immer offene Ohren für die Anliegen unseres Kindergartens hat und jederzeit beratend zur Seite steht. Auch der kirchlichen Veraltungsstelle in Ulm gebührt Dank für die vielen Verträge und Berechnungen, die in all den Jahrzehnten fällig waren.

Ein ganz besonderer Dank gilt der Stadtverwaltung Blaubeuren. Die Stadtverwaltung mit Bürgermeister J. Seibold, Hauptamtsleiter R.Striebel, A. Weber und dem Stadtrat, hat in den vergangenen Jahren alle Anliegen des Kindergartens ernst genommen, geprüft und nach konstruktiven Lösungen gesucht. Der Kirchengemeinderat dankt von Herzen für diese partnerschaftliche und offene Zusammenarbeit. Dieser Dank gilt für alle Jahrzehnte der gemeinsamen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Blaubeuren.

Nun wünschen wir uns ein schönes 40er Festle am Samstag, den 25. Juni 2016, um 14.30 Uhr im Kindergarten. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Schauen Sie vorbei, seien Sie herzlich eingeladen und freuen Sie sich mit uns und den Kindern.

Bitten wir Gott darum, dass wir unseren Kindern gute Vorbilder sein können für ein freundliches und glückliches Leben, an dem alle Menschen teilhaben können.

Die evangelische Kirchengemeinde und das Kindergarten-Team

 

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